Rudergesellschaft Germania Kiel

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Rudergesellschaft Germania: Wanderfahrt Eider Mai 09

Berichte und Bilder > 2009

Wanderfahrt auf Treene und Eider von Hollingstedt nach Rendsburg
vom 21. bis 24. Mai 2009

Bereits zum 16. Male trafen sich in diesem Jahr am Himmelfahrtswochenende Stralsunder und Kieler Ruderinnen und Ruderer zu einer Wanderfahrt. Diese Gemeinschaftswanderfahrten haben seit 1992 Tradition und jeweils im Wechsel übernimmt der Stralsunder Ruderclub (SRC) oder die Rudergesellschaft Germania Kiel (RGK) die Fahrtenleitung. Die Schwentine, die Werra und die Weser, die Aller, die Schlei und die Elbe sowie Touren um Rügen, auf den Märkischen Gewässern, den Mecklenburger Seen sowie den Ostberliner Seen wurden schon gemeinsam erkundet.


Die Treene, der bedeutendste Nebenfluss der Eider, kommt aus der hügeligen Landschaft Angeln (Ostschleswig). Für Doppelzweier ist sie (mit einiger Vorsicht) ab Treia fahrbar. Ab Hollingstedt ist eine Fahrt mit Vierern möglich. Die geringe Strömung lässt eine Fahrt flussaufwärts ohne besondere Anstrengung zu (siehe www.rish.de/gewaesser/treene). Das Teilstück der Eider ist zwischen Rendsburg und dem Gieselau-Kanal besonders reizvoll. Weniger empfehlenswert ist jedoch das Übertragen über den Damm des Nord-Ostsee-Kanals bei Nübbel (NOK km 57,0; Eider km 6,0).


Die Eider ist ein ausgesprochener Niederungsfluss, der eine flache Wiesenlandschaft mit eingestreuten Geestrücken durchzieht. Ihre Breite nimmt ständig zu und beträgt im Durchschnitt 150–300 m. Die dortige Landschaft wirkt durch ihre Stille und Unberührtheit
und den weiten Horizont. Allerdings wird der Blick vom Wasser aus vielfach durch die noch vorhandenen Deiche gehemmt. Unterhalb Nordfeld gleicht das breite Bett einer Wattenfläche, besonders bei Niedrigwasser (Tidenkalender), wenn nur die Fahrrinne Wasser führt. Die Strömung ist auf der gesamten Strecke so gering (abgesehen ab Nordfeld; Einflußbereich der Nordsee), dass ohne weiteres in beiden Richtungen gerudert werden kann. Entscheidend für die Tagesleistung ist die jeweilige Windrichtung (siehe
www.rish.de/gewaesser/eider).

Mittwoch, 20. Mai 2009
Anreise- und Vorbereitungstag


Am Mittwoch vor Himmelfahrt wurden drei Vierer (Brunhild, Edda und Anni Krisch) auf dem Bootsanhänger der RGK verladen, nach Holligstedt gebracht und startklar ans Ufer der Treene gelegt. Die Stalsunder Ruderfreunde reisten mit zwei Pkw an diesem Abend an und übernachteten in der DJH in Kiel-Gaarden.




Donnerstag, 21. Mai 2009
Ruderstrecke: Hollingstedt (km 29,9) bis Friedrichstädter RG (km 0,3) = ca. 30 km
Mittagsrast in Schwabstedt (km 8,1)

Am Himmelfahrtstag trafen wir uns alle pünktlich um 8 Uhr auf dem Bootsplatz der RGK. Nachdem wir die in der Sonne liegenden Traumschiffe bewundert hatten, verluden wir unser Land- und Bootsgepäck und fuhren mit einem VWBus - der unser Begleitfahrzeug während der Tour sein sollte - und zwei Pkw nach Hollingstedt.

Schnell waren alle drei Boote startklar und wir konnten einsteigen. Das war nicht ganz einfach, denn es war sehr morastig am Ufer. Wir hatten uns vorgenommen, bis zur Mittagsrast den größten Teil der Strecke zu schaffen, da für den Nachmittag ein Gewitter angesagt war.


Auf unseren ersten 21 km der Treene bis Schwabstedt genossen wir die wunderbare Natur, das glatte Wasser und die Ruhe, wir amüsierten uns über die Kühe, die uns freudig am Ufer versuchten einzuholen und philosophierten über die verschiedenen „Kleider“ der jungen Kuh-Fräuleins.

Angler, wie auf eine Perlenschnur gefädelt, in exakt gleichem Abstand sitzend ließen uns vermuten, dass es sich hier um einen Angelwettbewerb handelte. Das Mittagspicknick beim Wassersportverein Schwabstedt war bereits von unserem Landdienst angerichtet, so dass wir bald nach dem Essen zügig weiter fahren konnten.

Bis zum Ruderclub Friedrichstadt waren es jetzt nur noch sieben Kilometer. Fast trocken kamen wir an, versorgten die Boote und wurden von Herrn Koltermann begrüßt und durch das neue Bootshaus geführt. Dann hieß es eilig aufbrechen in Richtung der DJH, denn dicke Wolken zogen auf. Wir schafften es nicht trocken die Jugendherberge zu erreichen. Ein kleiner Stadtspaziergang durch Friedrichstadt mit einem Einkaufsbummel über den gerade stattfindenden Handwerkermarkt ermöglichte uns den Einkauf von kleinen Mitbringseln. Zum Abendessen kehrten wir in der Gaststätte „Holländische Stube“ ein. Zum Abschluss des Abends saßen wir im Tagungsraum der Jugendherberge noch gemütlich zusammen.




Freitag, 22. Mai 2009
Ruderstrecke: Friedrichstadt (km 83,7) bis Pahlhude (km 45,6) = ca. 39 km
Mittagsrast in Süderstapel (km 61,3 km)


Am Freitag führte die Ruderstrecke zunächst durch den Ort, gleich danach erreichten wir die Treene-Schleuse Friedrichstadt. Ohne lange Wartezeiten konnten wir einfahren. Nach nur 5,5 km erreichten wir die Schleuse Nordfeld.

Beim Einfahren in die Schleuse achteten wir darauf, dass wir einen sonnigen Platz ergattern konnten und dem Fahrtenleiter eine Leiter zur Verfügung stand. Nicht beachtet haben wir dabei, dass sich einige Schwalbennester direkt über unseren Köpfen befanden. Das bemerkten wir erst, als wir von aufgeregten Vogeleltern umschwirrt wurden. Da es aber auch in dieser Schleuse reibungslos klappte, mussten die Jungvögel nicht allzu lange auf ihr ersehntes Futter warten.

Mit auflaufendem Wasser ruderten wir weiter bis zur Mittagspause. In Süderstapel hatte der Landdienst wieder einen Picknickplatz mit Bänken und einem Pavillion ausgesucht. Der starke Wind machte den Aufbau des Mittagsbüffetts und das Essen allerdings ein wenig schwierig. Auf die Mittagsruhe wollten wir aber trotz des Windes nicht verzichten.

Bis zum Tagesziel Pahlhude waren es am Nachmittag noch knappe 16 km zu rudern. Wieder begleiteten uns Kühe, Schafe, Angler und manchmal auch Pferde auf unserem Weg.

In den Gästezimmern der Eiderlandhalle Pahlen fanden wir für diesen Abend unsere Unterkunft. Ein kleiner Spaziergang durch den Ort und ein köstliches Abendessen in der Gaststätte der Eiderlandhalle beendeten diesen Abend.


Samstag, 23. Mai 2009
Ruderstrecke: Pahlhude (km 45,6) bis Nübbel bei Rendsburg (km 5,0) = ca. 41 km
Mittagsrast in Lexfähre (km 26,0)


Pünktlich um 9 Uhr brachen wir auf zum letzten Rudertag. Die vormittägliche Ruderstrecke bis Lexfähre ruderten wir bei kräftigem Wind und schönstem Sonnenschein. Nach dem Essen gönnten wir uns ein kleines Nickerchen in der Sonne, um dann die letzten Kilometer bis nach Nübbel zu bestreiten. Eine notwendige Pause an einem uns günstig erscheinenden Steg wurde durch den auf seinem Traktor anfahrenden Landwirt verübelt aber nicht verhindert.

Die Rudertour endete direkt hinter der Straßenbrücke Nübbel. Charly hatte ein Privat-Grundstück mit eigenem Anlegesteg ausgesucht, auf dem wir die Boote bis zum folgenden Montag ablegen durften.

Mit der Bahn, dem Begleitbus und einem Pkw fuhren wir zurück nach Kiel. Nach dem Aufräumen des Gepäcks und dem Duschen trafen wir uns im Schwentinezimmer zum abschließenden Essen. Bratkartoffeln dazu Matjes oder Sauerfleisch standen für uns bereit. Wir verabschiedeten uns von den Stralsunder Ruderinnen und Ruderern bis zum nächsten Himmelfahrtswochenende im nächsten Jahr.




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